Steady
Sensorbasiertes System zur Therapieunterstützung
und zum Selbstmanagement von Depressionen

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

 

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde 2008 als Nachfolgeorganisation des vom BMBF geförderten ‚Kompetenznetz Depression, Suizidalität‘ (KND) gegründet. Sie ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Schirmherr ist der Entertainer Harald Schmidt. Hauptziel der Stiftung ist die Verbesserung der Situation depressiv erkrankter Personen. Hierfür werden intensive Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit betrieben, Hilfestellungen für Betroffene und Angehörige angeboten, sowie Forschungsprojekte durchgeführt.

Unter dem Dach der SDD wurden über das Deutsche Bündnis gegen Depression bundesweit bereits über 75 regionale, gemeindebasierte Bündnisse gegen Depression gestartet; dieses Netzwerk ist optimal geeignet für die Bekanntmachung und breite Implementierung des STEADY-Systems. Seit 2015 betreibt die SDD in Kooperation mit der Deutsche Bahn Stiftung das Forschungszentrum Depression, an dem das STEADY-Projekt durchgeführt wird.

Das durch Experten moderierte Diskussionsforum Depression der SDD wurde im Juni 2001 als Selbsthilfeplattform im Rahmen des KND ins Leben gerufen, um den Informationstransfer im Bereich des Wissens um Depressionen nicht nur horizontal (im Sinne von Behandler zu Behandler), sondern vor allem auch vertikal (also z.B. von Wissenschaftler zu Behandler und zum Patienten) zu verbessern. Inzwischen hat sich das Diskussionsforum zu einer der größten deutschsprachigen Selbsthilfeplattformen für depressiv erkrankte Menschen und deren Angehörige im Internet entwickelt.

Die SDD  ist außerdem seit langem auf dem Gebiet internetbasierter Selbstmanagement-Programme aktiv und weist Expertise in der Implementierung und wissenschaftlichen Untersuchung solcher Angebote auf. Das iFightDepression® Tool ist ein internetbasiertes und begleitetes Selbstmanagement-Programm für Erwachsene und Jugendliche mit leichteren Formen von Depression. Es zielt darauf ab, Betroffene beim eigenständigen Umgang mit den Symptomen einer Depression zu unterstützen. Über die dazugehörige Webseite werden evidenzbasierte Informationen über Depression und suizidales Verhalten für Betroffene, Angehörige, Multiplikatoren (Medien, Lehrer, Pfarrer, Polizei) und Health Care Professionals (Allgemeinmediziner, Apotheker) bereitgestellt.

Offizielle Website der Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Principal Investigator

Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl

Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Universitätsklinikum Leipzig)

Nach dem Medizinstudium in Erlangen und Rennes (Frankreich) sowie klinischer und wissenschaftlicher Tätigkeit an der Psychiatrischen und Neurologischen Klinik der Freien Universität Berlin sowie der Psychiatrischen Klinik der Ludwig Maximilians-Universität München erhielt Herr Professor Hegerl im Jahr 2006 den Ruf als Direktor der Klinik für Psychiatrie und Lehrstuhlinhaber an die Universität Leipzig.

Er leitete als Sprecher das bundesweite Forschungsnetzwerk „Kompetenznetz Depression, Suizidalität“ und entwickelte die hier entstandenen Aktivitäten unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe weiter, der er seitdem als Vorstandsvorsitzender vorsteht. Er führte mehrere europäische Verbundprojekte zum Thema Depression und Suizidprävention wie aktuell das Forschungsnetzwerk „European Alliance Against Depression“ (www.EAAD.net).

Forschungsschwerpunkte sind psychotherapeutische und pharmakotherapeutische Interventionen bei depressiven Störungen, Suizidprävention sowie Untersuchungen der Hirnfunktion und Arousalregulation bei Depression, Manie und ADHS. Prof. Hegerl publizierte bislang mehr als 500 wissenschaftliche Arbeiten und erhielt mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen, u.a. den Hermann-Simon-Preis für Sozialpsychiatrie für das Projekt „Nürnberger Bündnis gegen Depression“ und den „European Health Award“ (1. Preis) für das Projekt „European Alliance against Depression“.

Prof. Dr. Ulrich Hegerl ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer.