Steady
Sensorbasiertes System zur Therapieunterstützung
und zum Selbstmanagement von Depressionen

STEADY

Sensorbasiertes System zur Therapieunterstützung und zum Selbstmanagement von Depressionen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt STEADY (Sensorbasiertes System zur Therapieunterstützung und Management von Depressionen) hat das Ziel, den Wert patientengenerierter Daten für das Selbstmanagement affektiver Erkrankungen zu untersuchen, sowie die darauf beruhende potenzielle Effizienzsteigerung der medizinischen Versorgung. Affektive Erkrankungen bieten sich für diesen Ansatz besonders aufgrund ihres wiederkehrenden oder chronischen Verlaufs, ihrer Häufigkeit und Schwere sowie der hier bestehenden großen Versorgungsdefizite und –engpässe an.

Unter gemeinsamer Koordination des Instituts für Angewandte Informatik (Prof. Dr.-Ing. Galina Ivanova) und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Prof. Dr. Ulrich Hegerl) werden die fünf beteiligten Partner des STEADY-Konsortiums über einen Zeitraum von drei Jahren eine digitale Plattform aufbauen, die es an affektiven Störungen erkrankten Personen erlaubt, mit Hilfe ihres Smartphones und damit verbundener (Bio)sensoren, Daten über ihren Krankheitsverlauf zu erheben und diese zur Verbesserung ihres Selbstmanagements zu verwenden sowie diese Erkenntnisse mit ihren behandelnden Ärzten und Psychotherapeuten zu teilen, um sie im medizinisch-psychotherapeutischen Behandlungsprozess nutzen zu können. Vor dem Hintergrund der großen interindividuellen Heterogenität von Symptommanifestationen und Krankheitsphasen affektiver Störungen, erscheint die längsschnittliche Untersuchung von individuellen Krankheitsverläufen zielführender als die querschnittliche Betrachtung heterogener Patientengruppen.